von Thomas Landauer am 15.8.2009
Wie funktioniert ein Papierspender? Hingreifen, Papiertuch herausziehen, fertig. Nicht so der elekronische „Paper Jack“ der Firma ille. Er benötigt gleich zwei Hinweisschilder, die seine umständliche Arbeitsweise erklären.
Im Detail: Der Hinweis „Bitte Hand vor den Sensor halten“ erklärt, was zu tun ist. Aber wo ist dieser Sensor? Gleich rechts daneben. Das Problem: Er sieht nicht aus wie ein Sensor, sondern wie ein Druckknopf.
Es ist unüblich, dass ein Papierspender mit komplizierter Elekronik vollgestopft ist - daher drücken die Benutzer, bevor sie lesen. Die Folge: Der Sensor-Knopf ist irgendwann so abgegriffen, dass die Beschriftung nicht mehr lesbar ist.
Hier liegen also insgesamt gleich drei Denkfehler vor:
Fazit: Ein hervorragendes Beispiel, wie man durch Einsatz von aufwändiger Technik einen einfachen Vorgang unnötig kompliziert machen kann. Oder, wie der Psychologe Donald A. Norman sagt: „when simple things need instructions, it is a certain sign of poor design.“
Norman Donald A. (1988): The Psychology of Everyday Things. ISBN 0-465-06709-3. Seite 166
Das Konkurrenzprodukt der Firma Lotus macht’s besser (wie oben vorgeschlagen): Der Sensor pulsiert rot und das „Wisch“-Symbol gibt wenigstens einen gewissen Hinweis darauf, wie er funktioniert.
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