Blog-Eintrag

FinanzOnline sicherer als ein Bankkonto.

von Thomas Landauer am 17.3.2009

Wovor hätten Sie mehr Angst? Dass jemand Ihre Steuererklärungen fälscht oder Geld von Ihrem Konto stiehlt? Der Finanzminister weiß ganz genau, was gefährlicher ist – deswegen ist FinanzOnline eine Hochsicherheitszone, gegen die jede Bank alt aussieht.

Um sich z.B. von meinem Bankkonto zu bedienen, muss man 3 Codes erraten:

Geheimzahlen bei einem Bankkonto
  (Mindest-)
Länge
Inhalt Möglichkeiten
Verfügernummer 6 nur Ziffern 1.000.000
PIN 8 nur Ziffern 100.000.000
iTAN 5 nur Ziffern 100.000
Insgesamt 19   10.000.000.000.000.000.000

Die Chancen stehen also 1 zu 10 Trillionen. Das ist eine Kleinigkeit, im Vergleich zu FinanzOnline:

Geheimzahlen bei FinanzOnline
  (Mindest-)
Länge
Inhalt Möglichkeiten
Teilnehmer-ID 12 Kleinbuchstabe an der 9. Stelle, sonst alles Ziffern 2.600.000.000.000
Benutzer-ID 8 (Klein-)Buchstaben und Ziffern 2.821.109.907.456
PIN 8 (Klein-)Buchstaben und Ziffern 2.821.109.907.456
Insgesamt 28   20.692.518.885.860.600.000.000.000.000.000.000.000

Hier steht die Chance nur 1 zu 20 Sextillionen! Mit anderen Worten: Der unsicherste FinanzOnline-Zugang ist also ca. 2.069.251.888.586.060.000 mal schwerer zu knacken als das unsicherste Bankkonto.

In der Praxis heißt das: Das Einloggen bei FinanzOnline ist unnötig kompliziert (28 Stellen tippen). Und eine neue PIN zu erfinden, ist auch mühsam, weil es nicht weniger als neun Beschränkungen gibt (siehe Bild):

PIN-Änderung bei FinanzOnline
  1. Mindestens 8 Stellen.
  2. Maximal 10 Stellen.
  3. Mindestens 1 Ziffer.
  4. Mindestens 1 Buchstabe.
  5. Keine Umlaute.
  6. Keine Sonderzeichen.
  7. Darf nicht identisch mit dem vorigen PIN sein.
  8. Darf nicht identisch mit dem vor-vorigen PIN sein.
  9. Darf nicht identisch mit dem vor-vor-vorigen PIN sein.

Was ist also die Moral von der Geschicht: Überweisen Sie Ihr ganzes Geld dem Finanzamt – dort ist es viel besser aufgehoben als auf der Bank.

Kommentare

von Stephanie N. am 29.8.2010 um 18:39 Uhr

Das Finanzamt kann nur Geld zurückzahlen wenn Sie auch Einkommens- oder Lohnsteuer für das betreffende Jahr entrichtet haben. War das nicht so dann kann auch keine Rückzahlung erfolgen. Checken Sie mal im FinanzOnline wieviel Vorauszahlung an ESt/LSt Sie hatten (ersichtlich im Lohnzettel, bzw. Steuerakt-Vorauszahlungen/Veranlagungen).

Jedenfalls hätten Sie sich an die AK oder diverse einschlägige Internet-Foren wenden können, ohne hier diesen Kommentar zu hinterlassen der Ihnen überhaupt nichts bringt !

von Friedl und Marita Landegger betrogenen am 14.4.2010 um 13:02 Uhr

Wir haben am Februar das erste mal den Steuerausgleich abgegeben ! Meine Frau bekam 200 Euro ! Und ich hatte Rezeptgebühren , Uniquq-Versicherung , Kirchenbeitrag , Wohnbauförderung , und den Kredit von der Sparkasse abgegeben ! Im Vorjahr haben wir 980 Euro bekommen ohne lange hin und herschreiberei ! Heuer hab ich überhaupt keinen Sent bekommen ! Meine Frau 200 Euro ! Dann waren wir bei Ihnen , und haben gefragt was da nicht stimmt ! Dann haben wir alles auf meine Frau umschreiben lassen , und wieder nichts bekommen ! Die Hauptsache Ihr bekommt euer Geld , und wir können das trockene Brot essen und durch die Finger schaun ! Aber wehe wir zahlen einmal nicht , dann geht die WELT unter !!!!!!!!!!!!!!!!!! Landegger

 

Eigenen Kommentar schreiben:

(freiwillig)
(freiwillig; wird nicht veröffentlicht)